Fotografie

Stelle deine Aufnahmemodus auf «M» (Manueller Modus)
Wenn alles automatisch geht ist doch langweilig. oder? Vor allem lernst du so die wirklich schöne Seite der Fotografie nicht kennen. Deshalb kann ich dir nur empfehlen im manuellen Modus aufzunehmen. Der Vorteil? Je früher desto besser! Ich habe bei meinem ersten Treffen auch mit dem automatischen Modus gearbeitet. Jedoch merkte ich schon sehr schnell, dass es zwar für den manuellen Modus mehr Übung als beim Auto-Modus braucht, du aber die einzelnen Begriffe wie ISO, Blende, Verschlusszeit usw. schneller beherrschst. Zudem gibt der Manuelle Modus nicht immer so perfekte Bilder aber ganz ehrlich: Die Bilder werden nicht von der Kamera schön oder unschön geschossen. Es steckt immer eine Person dahinter! Und diese kann die Bilder so Start beeinflussen, dass sie richtig professionell aussehen. 😉​​​​​​​

Wie du siehst, arbeite ich immer in M

Mehr Bilder!
Logisch, mehr Bilder erfordert mehr Speicherplatz. Aber SD-Karten gibt es ja überall ziemlich günstig (solange wir nicht über UHS-II Karten sprechen, aber das ist wieder ein anderes Thema). Was ich aber damit sagen will ist, dass du lieber zu viele Bilder, als zu wenig Bilder schiessen solltest. Vorteile? Deine Auswahl an gelungenen Bildern ist grösser, du kannst während dem fotografieren auch mal deine Position, Brennweite, Ausrichtung usw. ändern usw. 
Ich mache von jedem Bild, dass ich schiessen möchte min. zwei Fotos. Warum? Wenn das eine nicht gelungen ist, gelingt das andere vielleicht besser, weil du vielleicht gerade in dem Moment eine ruhigere Hand als beim vorherigen Bild hattest. 

Falls du nicht die Möglichkeit hast, Speicher zu kaufen, empfehle ich dir im JPEG-Format aufzunehmen. RAW-Dateien sind ja gut und haben die beste Qualität, aber sind leider auch sehr gross. In meinen Augen kann man unter Speicherbegrenzungen auch mal im JPEG aufnehmen.

Bilder brauchen nunmal viel Speicherplatz. 

Passe deine Kamera auf deine Einstellungen an
Vor allem moderne Kameras wie die a7 III haben heutzutage standardmässig Custom-Knöpfe, also Knöpfe, die du nach deinen Vorstellungen einrichten und belegen kannst. Das ist sehr hilfreich, weil du damit viel schneller arbeiten kannst. Ich kann an meiner Kamera zum Beispiel mit einem Klick von Autofokus zu manuellem Fokus wechseln. Oder mit einem anderen Knopf einfach mal ein Farbprofil auf der Kamera einstellen.
Der richtige Winkel:
Bilder von verschiedene Winkeln können eigene Charakterische Eigenschaften haben. Versuche mal deine Bilder etwa 20cm über dem Boden zu schiessen. 
Es gibt so viele Möglichkeiten ein Objekt mithilfe von Aufnahmewinkel perfekt in Szene zu setzen. 
Mache einfach ein Fehler nie! Die "Standard-Perspektive"! (z.B. bei einem Auto)
Die Standard-Perspektive ist die, in der du vor dem Auto stehst und z.B. vom rechten, vorderen Ecken schräg ein Bild aus der Kopfhöhe machst. 
Das sieht nicht nur richtig langweilig aus - oder? 
Fotografiere im Raw-Format
Heutzutage kann jede Kamera standartmässig in zwei Bildformate Fotos schiessen. JPEG und RAW. 
Raw bedeutet ja im Englischen «Roh», was bedeutet, dass das Bild «roh» aufgenommen wird. Merken wirst du dies spätestens in der Bildbearbeitung: Wenn wir z.B. bei einem, mit JPEG aufgenommenen Bild, die «lichter» runtersetzten, wird beim ganzen Bild die Lichter entfernt. Beim RAW hingegen kommen dann z.B. in den überbelichteten Ecken die Wolken hervor. Das liegt daran, dass RAW-Bilder grössere Tonwertbandbreiten als gewöhnliche JPEG-Bilder haben. RAW-Bilder können je nach Kamera 12bit-14bit Farbtiefen haben. Gewöhnliche JPEG-Bilder haben aber nur eine Farbtiefe von max. 8bit. 

Pro: Raw-Bilder können mehr Strukturen und Dynamik in einem Bild aufnehmen und diese kann man dann im Bildbearbeitungsprogram wieder herauslocken 

Kontra: RAW-Bilder sind oft von der Dateigrösse grösser als gewöhnliche Bilder. Ein RAW-Bild kann je nach Kamera bis zu 120 MB gross werden. 

! Wie auch schon im oberen Thema zu möglichst viele Bilder machen erklärt, finde ich, kann man unter Speicherplatzmangel auch gerne mal im JPEG aufnehmen. RAW-Dateien sind nur für die höchste Qualität.​​​​​​
Die richtige Belichtungszeit
Viele Bilder sind oft unscharf, verschwommen oder haben einfache ein Bewegungsunschärfe drin. Der Fehler? - Die Belichtungszeit! 
Damit du für deine Kamera/Objektiv die korrekte Belichtungszeit musst du folgendes nachschauen: In welcher Brennweite schiesse ich gerade Fotos? Man sagt, dass für ruhige Bilder aus dem Stand die Anzahl der Brennweite nehmen muss. 
Was heisst das aber jetzt?
Sagen wir, du nimmst gerade mit einer Brennweite von 35mm auf. Dann musst du min. eine Belichtungszeit von 1/35 haben. Ich empfehle aber min. immer das Doppelte! Also (hier) min. 1/60-1/80. Vor allem bei fahrenden Autos, die du möglichst still aufnehmen willst, nimmst du lieber mal 1/1500, auch wenn das jetzt übertrieben klingt. Du kannst gar nicht genug Schärfe haben! Wichtig ist einfach zu wissen, dass mit der Belichtungszeit logischerweise auch deine Helligkeit des Bildes verloren geht. Dagegen gibt es ja zum Glück noch ISO und Blende.

Mein Tipp: Experimentieren! 
Wie du bestimmt weisst, ist ein Foto ein Snapschuss von einem Moment in der Zeit. Am tollsten sieht es natürlich aus, wenn du ein Foto zum "leben" bringst. Das gelingt dir am besten mit einer eher etwas längerer Belichtungszeit, was ich empfehle ist die berühmte Verschlusszeit von 1/125.

Beispiel einer Aufnahme mit einer 1/125 Verschlusszeit

Nutze verschiedene Filter! 
Mit einem "Filter" sind nicht irgendwelche Snapchat-Filter gemeint. Mit Filter meine ich zusätzliche Linsen, welche vorne an das Objektiv befestigt werden. Es gibt unzählige Filterarten wie von verschiedenen Filterdurchmesser, über ND Filter bis hin zu Pol-Filter - meine Lieblings Filter. 
ND-Filter:
Ein ND Filter, auch gerne mal "Lebensretter" genannt, sind Filter, welche die Helligkeiten deiner Bilder verändern. Ein ND Filter macht grundsätzlich deine Bilder dunkler. Dir ist bestimmt schon mal aufgefallen, dass bei sonnigen Tagen du mit einer extrem schnellen Verschlusszeit und ISO 50 nicht an der Helligkeit davonkommst. Dafür gibt es diese ND Filter. Dadurch, dass sie den Lichtzugang zum Objektiv beeinträchtigen, kannst du eine längere Belichtungszeit einstellen. Wie zum Beispiel bei diesem Beispiel. 
Da sich das Wasser bewegt und ich mit einer langen Belichtungszeit fotografiert habe, sieht das Wasser so smooth aus. 

Das Wasser wirkt bei diesem Bild wie ein dichter Nebel. 

Polfilter: 
Polfilter sind nützliche Filter, die dein Look, deine Farben und deine Spiegelung beeinträchtigen. Sie bestehen im Gegensatz zu normalen ND Filtern aus zwei Ringen. Im Einen Ring befindet sich eine Linse, welche mitsamt dem Ring auf das Objektiv geschraubt wird. Der andere Ring hält ebenfalls eine Linse fest, aber dieser Ring lässt sich drehen. So kann man durch eine Drehung z.B.  Spiegelungen verhindern, wie ich es an einem Beispiel zeige. 

Beispiel bei Drehung eines Polfilters

Kaufe dir das richtige / die richtigen Objektive
Ein ganz wichtiger Punkt beginnt schon, bevor du überhaupt ein Foto gemacht hast. Die Kaufberatung von Objektiven. 
Blende? Schärfe? Eckschärfe? Gewicht? Brennweite? Zoom? Festbrennweite? Mount? oder doch lieber mit Adapter? Material? Knöpfe? Standard? Tele? Weitwinkel? Bildstabilisator? Autofokus? Linsenprägung? Naheinstellgrenze? min. Blende? Mittelformat? Vollformat? APS-C? Micro Four Third? Hersteller? Drittanbieter? Preis? Verhandlungspreis? Verfügbarkeit? Filtergewinde-Durchmesser? Wert? mit Speedbooster? Einsatzgebiet? Reisen? Sport? Video? Schutz? Gummiabdichtung? Qualität? 
Das alles sind Punkte, die man bei einem Ver-/Kauf eines Objektivs benötigt. (einige sind auch allgemeine Fragen)
Hier mein Tipp: 
Solltest du dich dazu entscheiden ein neues Objektiv zu kaufen, dann mache dir über die obrigen Punkte Gedanken. Oder du liest weiter:
Zurzeit (Stand von DIESEM Bericht: August, 2019) besitze ich zwei Sony-Objektive. Das Eine ist das 16-35mm F4 von Zeiss und das andere (habe ich für die Tuningworld Bodensee gekauft) ist ein Tele-Objektiv, das 70-200mm F4. Beide machen einen recht guten Job. Doch leider habe ich nicht nach Vorne geschaut. 
Hier mal ein Beispiel: Ich habe eine Tabelle erstellt, in der man übersichtlich sehen kann, bis wohin die Brennweiten der Objektive gehen. 
Was fällt auf?

Brennweiten-Vergleich der beiden Objektive


Ok, vielleicht verstehst du gerade jetzt immer noch Bahnhof. Also: Das menschliche Auge sagt man, hat eine Festbrennweite von 50mm. Fällt dir jetzt was auf? Richtig! Die besondertsten Brennweiten-Bereiche werden nicht abgedeckt! Ich habe zwei Objektive gekauft, die den Bereich 36-69mm nicht abdecken! Also sei nicht so unvorsichtig wie ich und kaufe dir ein Objektiv, welches schon mal den Bereich 50mm abdeckt. Ich sage dir, mit 50mm kann man schon echt Viel erreichen. Blende finde ich, ist ab dem Punkt noch egal. Bei Vollformat mit Blende F4 bist du aber schon echt gut dran ;)

Selbst das Standard-Zoom Objektiv deckt die besondertsten Brennweiten ab. 

Videografie

24p? 30p sind doch viel besser!
Gamer wissen, je mehr FPS (Frames per seconds) desto flüssiger das Video/Anzeige. Jedoch ist es beim Videobereich ein bisschen anders. Stelle deine Kamera am besten nicht auf 30p («p» ist das gleiche wie «FPS») sondern versuche mal ein Video in 24p zu recorden. Du wirst vielleicht keinen grossen Unterschied feststellen können aber im Prinzip ist es das gleiche wie beim RAW-Format: Es ist einfach besser! Und Cinematischer.. Aber am besten versuchst du dies einfach selbst!
S-,N-, V-, C-log – was ist das?
Gerade moderne Systemkameras haben die Funktion, dem Foto/Video einen Farbeffekt zu verleihen. Einige haben sogar ein spezielles Farbprofil namens «Log». Die Log-Funktion verringert die Farbsättigung, die Gammafarben und der Kontrast. Dann entsteht ein wirklich nicht so schönes Bild. Aber was wäre wenn ich dir jetzt gleich sage, warum sogar Profis dieses Farbprofil verwenden.. Nun ja, das Profil kann man natürlich nicht einfach so verwenden. Es ist mal wieder genau gleich wie beim RAW-Format: Du merkst den Unterschied erst in der Nachbearbeitung oder hier im Videobereich: beim Schnitt.

Dadurch dass die Log-Profile die Sättigung verschiedenen Farben verringern, kann man diese Farben auf eine spezielle Weise wieder hervorrufen. Man nutzt Lut’s. Mit Lut’s kann man die verlorenen Farben viel besser hervorrufen, als wenn man das Video im normalen Farbmodus aufgenommen hätten.
HerstellerLOG-Farbprofilnamen
CanonC-log
SonyS-log
Fujifilm.RAF
PanasonicV-log
NikonZ-log
OlympusOMD
Was sind LUT’s
Lut’s sind Farbprofile, welche du über Videodateien legen kannst, und die Farben im Video viel besser herausholen. Viele Nutzen Lut’s auch, um ein eingestelles Farbprofil erneut aufzurufen anstatt alles wieder von Hand einzustellen.
24p? 30p sind doch viel besser!
Gamer wissen, je mehr FPS (Frames per seconds) desto flüssiger das Video/Anzeige. Jedoch ist es beim Videobereich ein bisschen anders. Stelle deine Kamera am besten nicht auf 30p («p» ist das gleiche wie «FPS») sondern versuche mal ein Video in 24p zu recorden. Du wirst vielleicht keinen grossen Unterschied feststellen können aber im Prinzip ist es das gleiche wie beim RAW-Format: Es ist einfach besser! Und Cinematischer.. Aber am besten versuchst du dies einfach selbst!

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